20.10. 2017
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Bodenbewegungen

Prognose, Überwachung, Analyse und Vermeidung von Bodenbewegungen gehören zu den zentralen Arbeitsfeldern des Markscheidewesens. Besondere Bedeutung erlangt hierbei die Unterscheidung bergbaubedingter Bewegungen von denen aus Baugrund oder aus anderen urbanen Eingriffen, wie z.B. Grundwassernutzung oder Tiefbauprojekten. Abgerundet wird dieses Feld durch die bauliche oder finanzielle Regulierung auftretender Bergschäden.
 
Prinzip des gebirgsdynamischen Prozesses im Steinkohlentiefbau:
Der Abbau einer Flözfläche (schraffiert) führt zum Hereinbrechen der nahen Dachschichten. Die Gesteinsschichten des Deckgebirges biegen sich elastisch durch und an der Tagesoberfläche bildet sich eine Senkungsmulde heraus. Der durch den Abbau geschaffene Hohlraum verfüllt sich und kompaktiert. Die Abläufe vollziehen sich langsam und über relativ lange Zeiträume hin.
 
 Senkung

Im Zuge der Stilllegung von Bergwerken werden häufig die Wasserhaltungen zur Abförderung des Grubenwassers eingestellt. Die daraus folgende Flutung der Grubenräume und Resthohlräume im Gebirge können zu Hebungen an der Tagesoberfläche führen. Die damit in Zusammenhang stehenden Fragestellungen werden vom Arbeitskreis Hebungen bearbeitet.
 

Kontakt:
Herr Markscheider Dr.-Ing. Olaf Wallner
Tel.: +49 37605 80-150
E-Mail