25.03. 2017
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Vereinszweck

DMV - Einst und Heute

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts herrschte im deutschen Bergbau eine bis dahin nicht gekannte Aufbruchstimmung. Die entscheidenden Ursachen der Umwälzungen gingen mit der industriellen Revolution und ihren Folgeerscheinungen einher. Sie brachte derart prägende Veränderungen in die Bergbaulandschaft, dass sie auch das Markscheidewesen entscheidend revolutionierte.

Die industrielle Entwicklung förderte insbesondere im Ruhrgebiet, der Wiege des DMV, über einen enorm gestiegenen Energiebedarf die Entwicklung neuer Abbaumethoden. Rohstoffe wie Kohle und Erze wurden nun vermehrt über die für den Tiefbau charakteristischen vertikalen Schächte gefördert und nicht mehr über die fast horizontal in den Berg hineinreichenden Strecken des Stollenbergbaus. Die Bergbaubranche boomte.

Um den Umgang mit den Ressourcen festzulegen, musste ein unzweideutiges Regelwerk geschaffen werden, das bei allen bergbaulichen Maßnahmen Gültigkeit besaß. Dies geschah erstmals mit dem "Allgemeinen Berggesetz", das die preußische Bergverwaltung erließ.

Um den sich verändernden Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, wurde 1879 der "Rheinisch-Westfälische Markscheiderverein" mit dem Ziel ins Leben gerufen, "die das Markscheidefach angehenden Wissenschaften zu fördern, die Standesinteressen zu wahren und zu vertreten und den Geist der Kollegialität zu heben".

Aus diesem regionalen Zusammenschluss von Markscheidern hat sich im Laufe der letzten 135 Jahre der "Deutsche Markscheider-Verein e.V." mit seinen derzeit rund 450 Mitgliedern entwickelt. Der Zweck des DMV umfasst heute die:

  • Förderung von Wissenschaft, Forschung und Praxis im Markscheidewesen,
  • Mitarbeit bei der Entwicklung der Berg- und Geotechnik, der Bergwirtschaft und des Bergrechts,
  • Mitwirkung bei der Aus- und Fortbildung im Markscheidewesen,
  • Wahrnehmung und Vertretung der Belange und Interessen des Berufsstandes,
  • Pflege des Ansehens des Berufsstandes.