26.05. 2017
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Gewinnungsbergbau Kali / Salz

Tätigkeit am Beispiel eines Markscheiders in der K+S KALI GmbH

Gewinnungsbergbau Kali/Salz  Die K+S Kali GmbH ist weltweit einer der größten Anbieter von Kali- und Magnesiumprodukten, die als Düngemittel und Industrieprodukte Anwendung finden. Das Werk Werra der K+S KALI GmbH fördert in Hessen und Thüringen aus drei Förderschächten jährlich ca. 20 Mio. t Kali- und Magnesiumrohsalze. Aus ihnen entstehen eine Vielzahl von Kalidüngern und Düngemittelspezialitäten sowie Produkte für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen. Die Kali und Salz Entsorgungs GmbH nutzt teilweise die durch Abbau entstandenen Hohlräume, um Abfälle in der Untertage-Deponie Herfa-Neurode zu entsorgen oder in den Standorten Hattorf/Wintershall und Unterbreizbach zu verwerten. Das Werk Werra beschäftigt ca. 4.000 Mitarbeiter.

Die Markscheiderei der o. g. Standorte gliedert sich in zwei Grubenmarkscheidereien für Untertage und eine Abteilung für übertägige Vermessungen. Insgesamt sind in der Markscheiderei ca. 50 Personen beschäftigt.

Gewinnungsbergbau Kali/Salz  Der Markscheiderei obliegen im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • Führung des Risswerkes nach § 63 Bundesberggesetz einschließlich Durchführung aller dazu erforderlichen Messungen. Das Risswerk wird auf digitaler Grundlage geführt.
  • Mitarbeit bei der geologischen Bearbeitung der Lagerstätte. Sie erfolgt durch Kartierung der aufgeschlossenen Gebirgsschichten.
  • Beratung der Reviere und Vorfelderkundung mittels Horizontalbohrungen. Letztere werden in Längen bis ca. 2.000 m gestoßen; ihr Erkundungserfolg hängt wesentlich von der Steuerung und der richtigen Ansprache der erbohrten Schichten ab.
  • Feststellung und Bewertung von geologischen Gefährdungen.
  • Überwachung der Einhaltung der Dimensionierungsregeln für Festen. Zentraler Bestandteil ist die Berechnung verschiedener Beurteilungswerte. Eingangsparameter dafür sind markscheiderische Messungen der Abbauhöhen, der Lage und Form von Festen sowie geologische Klassifizierungen. Daneben stützen Ergebnisse der Konvergenzmessungen, des Senkungsnivellements sowie der seismischen Überwachung die Beurteilung.
  • Überwachung der Einhaltung festgesetzter Grenzen einschließlich Sicherheitslinien, Deformationsüberwachungen und Messungen von Gebirgsbewegungen mittels geodätischer oder geotechnischer Verfahren.
  • Gebirgsmechanische und bergschadenkundliche Bewertungen.
  • Einmessen von Gebäuden zur Übernahme in das Liegenschaftskataster.
  • Geodätische Messungen für betriebliche Zwecke.
  • Mitarbeit bei der Abbauplanung.
  • Planung von Abbaurastern mit der Zielrichtung optimaler Lagerstättenausnutzung.
  • Absteckarbeiten und Richtungsangaben über und unter Tage.
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Betriebsplänen.
  • Erstellung betrieblicher Risse, Karten und Pläne.
  • Vorratsermittlung.
  • Ermittlung der Berechnungsgrundlagen für Feldesabgabe, Förderabgabe, Wartegeld und Förderzins.
  • Durchführung von Messungen an Grundwassermessstellen.

Kontakt:
Dr.-Ing. Frieder Tonn
K+S Aktiengesellschaft
Tel.: +49 561 9301-1777
E-Mail